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AWO Denkmal für Marie Juchacz auf Fundamente gestellt

16.08.2017
Die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Marie Juchacz gehört zu den bedeutenden Frauen der deutschen Geschichte. „Die Liste der Errungenschaften von Marie Juchacz ist lang. Damit diese nicht in Vergessenheit geraten, möchten wir mit diesem Denkmal dauerhaft an die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt erinnern“, erklärt der AWO Präsident Wilhelm Schmidt die Gründe, warum sich die AWO seit langem dafür engagiert, ihrer Gründerin ein Denkmal zu setzen.

Gestern war es nun soweit. Das Denkmal kam in Berlin am Mehringplatz an und wurde auf seine Fundamente gestellt. Nun bleibt es bis zu seiner feierlichen Enthüllung verdeckt. Am Freitag wird es dann in einer Feierstunde, zu der neben dem SPD Kanzlerkandidaten Martin Schulz, viele prominente Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft erwartet werden, enthüllt. Die öffentliche Veranstaltung, zu der auch die Medien eingeladen sind, beginnt um 10:00 Uhr. Das Denkmal wurde zu einem großen Teil aus Spenden finanziert. Dazu erklärt der AWO Präsident Schmidt: „Ich möchte mich bei allen großzügigen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken. Ohne ihr Engagement würde dieses Denkmal hier heute nicht stehen.“

Der Platz für das Denkmal wurde wohlbedacht gewählt. So befand sich unweit des heutigen Mehringplatzes in Berlin-Kreuzberg bis 1933 die Zentrale und die Wohlfahrtsschule der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Marie Juchacz

Sie gründete die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und war von 1919 bis 1933 deren Vorsitzende. Sie gehörte zu den Frauen, die in Deutschland gegen erbitterten Widerstand das Frauenwahlrecht erstritten. Marie Juchacz war von 1917-1933 war Mitglied des SPD-Parteivorstandes und Leiterin des Frauenbüros der Partei und von 1919 bis 1933 Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und des Reichtages. In der Weimarer Nationalversammlung hielt sie am 19. Februar 1919 als erste Frau eine Rede in einem gewählten Parlament in Deutschland. Bis 1933 blieb sie als führende Sozial- und Frauenpolitikerin der SPD Mitglied des Reichstags.