AWO Ortsverein Schwedt e.V.

Sie befinden sich hier: StartseiteAWO Schwedt Aktuell / Aktuelle Meldungen / AWO-Umfrage: Menschen sehen Rechte Gewalt mit... 

Informationen

AWO-Umfrage: Menschen sehen Rechte Gewalt mit großer Sorge!

23.11.2015
Das ist alarmierend: 77 Prozent der Bevölkerung in Deutschland fürchten laut AWO-Sozialbarometer eine weitere Zunahme rassistisch motivierter Gewalt und Anschläge. Mehr als 72 Prozent der Befragten sehen in dieser Entwicklung eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland.

„Eine große Mehrheit der Menschen nimmt mit Sorge zur Kenntnis, dass beinahe täglich gewalttätige Übergriffe auf Menschen oder Feuerangriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten verübt werden“, so AWO Bundesvorsitzender Wolfgang Stadler. Bis in den November 2015 gab es laut offizieller Datenlage über 450 Angriffe auf Unterkünfte für Geflüchtete; darunter waren circa 100 Brandanschläge. „In Deutschland brennen wieder Unterkünfte für Menschen anderer Herkunft. Das ist bedrückend und darf nicht schweigend zur Kenntnis genommen werden“, appelliert der AWO Bundesvorsitzende. „Es mag eine kleine Gruppe von Rechtsextremisten sein, die diese menschenverachtenden Taten begehen. Doch klar ist, dass die Gewalttäter sich immer wieder ermutigt fühlen, wenn sie das Gefühl haben, im Namen einer schweigenden Mehrheit zu handeln“, betont Stadler. Das zeigen auch andere langfristig angelegte Studien.

Die im Sozialbarometer befragten Bürgerinnen und Bürger fordern eine konsequente strafrechtliche Verfolgung (88 Prozent) dieser Taten und der Hetze (87 Prozent). „Es ist ein Unding, dass jeden Montag auf den Pegida-Demonstrationen gegen Geflüchtete, Politiker, Ehrenämtler und Journalisten gehetzt wird und Tausende dies auch noch bejubeln können. Es ist und bleibt unverantwortlich, wenn politische Akteure aus den etablierten Parteien mit populistischen Parolen und Maßnahmen auf Stimmenfang gehen“, unterstreicht Stadler. Die Menschen haben laut AWO-Sozialbarometer das richtige Gespür für das, was jetzt dringend notwendig ist: ein kraftvolles parteiübergreifendes Bekenntnis (81 Prozent) von Politikern und anderen Gesellschaftsvertretern gegenüber rechtsextremer Hetze und Gewalttaten.