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AWO begrüßt geplante Verbesserungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

17.04.2015 „Die AWO begrüßt es, dass das Bundesfamilienministerium daran arbeitet, die Situation dieser häufig schwer traumatisierten Kinder und Jugendlichen zu verbessern“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. Hintergrund ist eine Initiative des Bundesfamilienministeriums für neue gesetzliche Regelungen in Bezug auf unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. „Alles muss sich in erster Linie nach dem Kindeswohl richten. Dieser Maßgabe wird mit den bisher bekannten Eckpunkten beziehungsweise vorgesehenen Maßnahmen und Regelungen gefolgt“, betont Stadler.

Kernpunkt der Gesetzesinitiative wird ein neues Verfahren zur bundesweiten Verteilung der unbegleiteten Minderjährigen sein. „Die Betroffenen bedürfen so schnell wie möglich einen am Kindeswohl orientierten sicheren Aufenthalt und eine Förderung gemäß den Anforderungen der UN-Kinderrechtskonvention und den Standards des SGB VIII. Es gilt, häufige Ortswechsel zu vermeiden“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende. Jede gesetzliche Neuregelung müsste zudem darauf abzielen, die Handlungsfähigkeit der Städte, in denen am meisten junge  Flüchtlinge ankommen, zu erhalten bzw. wiederzugewinnen. Das erfüllen die bestehenden regionalen Kompetenzzentren am besten. Sie sind vorrangig auszubauen bzw. neu zu schaffen. In dem Zusammenhang müsste auch darüber nachgedacht werden, die entsprechende Zuständigkeit auf die Länder zu übertragen. Zu begrüßen ist aber in jedem Fall das geplante Programm zur Entwicklung einer Willkommenskultur. „Die AWO engagiert sich an unterschiedlichen Standorten seit vielen Jahren in der Aufnahme und Begleitung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen. Den konkreten Gesetzentwurf werden wir daher gerne konstruktiv begleiten“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Stadler abschließend.