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AWO fordert – kein Nachlassen in Sachen Aufklärung

09.06.2016
AWO zum Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2016

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) stellte heute in Berlin den Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2016 vor. „Die vorgestellten Daten und Fakten unterstreichen die zentrale Bedeutung der Prävention von Sucht. Die gestiegene Zahl von Drogentoten zeigt, dass wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen dürfen, vor allem Kinder und Jugendliche über die Gefahren von Alkohol, Nikotin und Drogen aufzuklären“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker.

Laut dem Drogen- und Suchtbericht 2016 nimmt die Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen, besonders so genannter Legal Highs weiter zu. Daher begrüßt die AWO den vom Bundeskabinett erst kürzlich verabschiedeten Gesetzentwurf zum Verbot neuer psychoaktiver Stoffe. „Mit dem Verbot soll die Verbreitung neuer psychoaktiver Stoffe bekämpft und die Gesundheit des Einzelnen geschützt werden“, erklärt Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Gesetze allein würden nicht ausreichen. „Aufklärung besonders in der Familie und Schule sind von enormer Bedeutung. Das Bewusstsein für die Gefahr von Drogen muss mittels Aufklärung geschärft werden. Nur so können vor allem junge Menschen davor bewahrt werden, ihre Gesundheit leichtfertig aufs Spiel zu setzen“, betont Döcker.

Aus Sicht der AWO äußerst erfreulich ist der zurückgegangene Tabakkonsum bei Jugendlichen. Studien zeigen, dass überproportional viele sozial benachteiligte junge Menschen zur Zigarette greifen. Hierin sieht Döcker die wesentliche Aufgabe und Herausforderung aller Präventionsbemühungen: „Die Suchtprävention muss so früh wie möglich beginnen. Sie muss dort ansetzen, wo sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche anzutreffen sind und spezifische Angebote in Kitas und Schulen anbieten. Darüber hinaus müssen Beratungsstellen sowie Projekte zur gezielten Suchtaufklärung im Rahmen der Verhältnisprävention verstärkt genutzt und unterstützt werden.“ Ein Schritt in die richtige Richtung ist aus Sicht der AWO das von der Bundesregierung für 2020 geplante Verbot der Tabakaußenwerbung, ist doch der Einfluss von Tabakwerbung erwiesenermaßen auf Jugendliche und junge Erwachsene besonders groß. „Die Werbung verleitet zum Rauchen und erschwert es später, mit dem Rauchen wieder aufzuhören. Daher braucht es ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte“, betont Brigitte Döcker. Dazu gehöre neben einem Verbot der Außenwerbung, auch ein Verbot von Werbefilmen für Tabakwaren im Kino, ein Verbot der Sichtbarkeit von Tabakprodukten an Verkaufsstellen und ein Verbot des nationalen Sponsorings umfasst.