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AWO fordert mehr Investitionen in Jugendarbeit

28.02.2017
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2015 140 500 Angebote der Jugendarbeit von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe bundesweit durchgeführt.

Dazu erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler:

„Jugendliche sollten so frei und unbeschwert aufwachsen können wie möglich - jenseits von Herkunft oder Geldbeutel der Eltern. Jugendarbeit ist eine hervorragende Möglichkeit, Kinder und Jugendliche in ihrem Aufwachsen zu unterstützen. Sie leistet einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung, zum sozialen Engagement, zur Integration, zur Jugendbeteiligung und zur Demokratieerziehung. Neben Familie, Kita, Schule und Ausbildung ist sie ein wichtiger Bildungsbereich. Trotzdem werden ihre Möglichkeiten von den Kommunen häufig zu wenig genutzt. Doch hier zu sparen ist keine Lösung, denn wie zukunftsfähig ein Staat ist, zeigt sich an seinem Engagement für Kinder und Jugendliche. Der Staat muss die Kommunen mehr unterstützen.

Offene Jugendarbeit ist eine unverzichtbare Aufgabe in der kommunalen Daseinsvorsorge und entscheidend für ein funktionierendes Gemeinwesen. Sie muss ein wichtiger Bestandteil jugendgerechter Kommunen sein beziehungsweise werden. Das Ziel muss es sein, bundesweit und flächendeckend noch viel mehr Angebote der offenen Jugendarbeit anzubieten und abzusichern.

Der Vorteil von Jugendarbeit ist, dass sie sich an der Lebenswelt und dem Alltag junger Menschen orientiert und auf Freiwilligkeit und Mitgestaltungsmöglichkeiten beruht. Insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen wie zunehmendem Rechtspopulismus oder drohender Politikverdrossenheit muss offene Jugendarbeit in unseren Kommunen erhalten bleiben. Jugendarbeit bietet insbesondere die Rahmenbedingungen, um bildungsfern aufwachsende Jugendliche anzusprechen. Sie kann die Kinder und Jugendlichen dort unterstützen, wo das Elternhaus es möglichweise nicht kann.“

AWO Sozialkonferenz mit Hannelore Kraft am 04. März in Düsseldorf.

Unter dem Titel „Stark für Kinder und Jugendliche. Wir. Die AWO“ veranstaltet die AWO diesen Samstag, den 04. März 2017 in Düsseldorf ihre 8. Sozialkonferenz. Hierbei geht es um alle aktuellen Fragen der Kinder-und Jugendhilfe und um die zukünftigen Anforderungen, die sich an die AWO als Trägerin von Angeboten und Leistungen für Kinder, Jugendliche und Familien stellen. Das 30-minütige Grundsatzreferat hält um 10 Uhr Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. Die Veranstaltung wird vom Präsidenten der AWO Wilhelm Schmidt eröffnet.