AWO Ortsverein Schwedt e.V.

Sie befinden sich hier: StartseiteAWO Schwedt Aktuell / Aktuelle Meldungen / AWO fordert wachsende Lohnungleichheit zu... 

Informationen

AWO fordert wachsende Lohnungleichheit zu bekämpfen

22.08.2017
Anlässlich des aktuellen Faktenblatts des Bundeswirtschaftsministeriums zur Lohnungleichheit in Deutschland erklärt der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler: „Trotz der zuletzt wieder gestiegenen Reallöhne zeigt sich in Deutschland eine wachsende Lohnungleichheit. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sondern vielmehr das Ergebnis einer jahrzehntelangen Umverteilungspolitik von unten nach oben. Gerade im Niedriglohnbereich hat es in den vergangenen Jahren keine ausreichenden Lohnzuwächse gegeben. Diese Entwicklung ist für uns nicht hinnehmbar. Der Kluft zwischen arm und reich in unserem Land muss mit einer Debatte um eine gerechte Einkommensverteilung begegnet werden. Zudem bedarf es einer ausgewogenen Steuer- und Sozialpolitik, um die wachsende Lohnungleichheit zu bekämpfen.

Damit alle Beschäftigten gleichermaßen von dem Wirtschaftswachstum und der guten Gesamtlage in Deutschland profitieren können, müssen die Tarifverhandlungen durch die Sozialpartner gestärkt werden. Daneben bedarf es weiterer Maßnahmen, mit denen der Niedriglohnsektor eingedämmt und so dazu beigetragen wird, dass mehr Menschen ein auskömmliches Einkommen erwirtschaften können. Die AWO setzt sich deshalb seit Längerem für allgemein verbindliche Tarifverträge für die sozialen Arbeitsfelder ein, der eine tarifliche Aufwertung der sozialen Berufe insgesamt vorsieht und somit auch der finanziellen Gleichstellung von Frauen und Männern dient. Was wir brauchen ist eine systematische und diskriminierungsfreie Bewertung der Arbeitsleistung, gerade auch um die Gleichstellung der sozialen mit den technischen Berufen in Hinblick auf Qualifizierung und Bezahlung voranzutreiben. Nur so kann es gelingen, Lohnungleichheiten zu überwinden und den solidarischen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.“

Die AWO beschäftigt deutschlandweit rund 225.000 hauptamtliche Mitarbeitende. Sie arbeiten in Tagesstätten, Wohnheimen, Beratungsstellen, ambulanten Diensten, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Pflegeheimen, Aus-, Fort und Weiterbildungsstätten sowie vielen weiteren Einrichtungen und Diensten.