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AWO zum Mindestlohn: Nicht aufweichen und Einhaltung streng kontrollieren

21.01.2015 „Die aktuelle Kritik ist vor allem eine interessengeleitete Kampagne von der wir uns nicht mürbe machen lassen dürfen“, erklärte der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts der wachsenden Kritik am Mindestlohn und erklärt weiter: „Wir haben uns von Beginn an darauf eingestellt, dass Arbeitgeber und Wirtschaftsverbände nun jede Konjunkturdelle und jeden Zuwachs an Arbeitslosigkeit mit dem Mindestlohn erklären werden, um die Löhne weiter zu drücken. Die Einführung des Mindestlohns war ein Meilenstein in der bundesdeutschen Sozialpolitik. Schon jetzt gibt es zu viele Ausnahmen. Der Mindestlohn darf nicht weiter aufgeweicht werden.“

Von der Einführung des Mindestlohns am 1. Januar 2015 profitieren rund 3,7 Mio. Beschäftigte. Der Mindestlohn ist eine wirksame Maßnahme gegen Armut und die extremen Auswüchse am deutschen Arbeitsmarkt. Sachlich fundierte Hinweise auf einen Anstieg von Arbeitslosigkeit gibt es in keiner Weise. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hat beispielsweise in einer wissenschaftlichen Untersuchung dargelegt, dass der Mindestlohn nirgendwo zu Stellenabbau führt. Die weitere Umsetzung müsse man nun unaufgeregt beobachten. Insbesondere die Umsetzung durch die Unternehmen gilt es in den Blick zu nehmen, denn viele würden erschreckend ungeniert nach Möglichkeiten such, den Mindestlohn zu umgehen. „Die Einhaltung des Mindestlohns muss streng kontrolliert werden“, fordert der AWO Bundesvorsitzende abschließend.