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AWO zum Weltdrogentag: Prävention statt Kriminalisierung

23.06.2017
Die Zahl der Drogentoten ist in Deutschland und Europa im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Nach neuesten Studien war die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum neuer psychoaktiver Stoffe (NPS) besonders hoch. Dazu erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker: „Wir müssen Lösungen suchen, die die Menschen gar nicht erst zu Drogen greifen lassen. Doch diejenigen, die Drogen nehmen, einfach als kriminell abzustempeln, hilft weder den Missbrauch noch Abhängigkeiten zu verhindern.“ Einen Lösungsansatz sieht Döcker stattdessen in Beratungsgesprächen: „Jeder, der zum ersten Mal mit einer verbotenen Substanz aufgegriffen wird, muss zu einem umfassenden Beratungsgespräch verpflichtet werden. Wichtig ist es, Hilfe anzubieten.“

Nicht nur der Konsum, sondern auch damit verbundene Rauschgiftdelikte sind weiter angestiegen. Nach Meinung der AWO ist es wichtig auf Bundes- und Landesebene fachpolitische Lösungen und umfassende Hilfen für Abhängige und Angehörige zu etablieren. Dazu müssen Prävention und Frühintervention deutlich früher ansetzen. Darüber hinaus wäre es sinnvoll Drogenkonsumräume auszubauen, in denen Drogen unter hygienischen Bedingungen konsumiert werden können. „Das kann Menschen sowohl vom Konsum abhalten als ihnen auch leichteren Zugang zu Beratung und Hilfe schaffen und somit Prävention stärken“, zeigt sich Döcker überzeugt.

Der Weltdrogentag findet am 26. Juni statt und wurde 1987 von der UNO-Vollversammlung ins Leben gerufen, um an die Ziele der Mitgliedstaaten zu erinnern, eine internationale Gesellschaft ohne Drogenmissbrauch zu erschaffen und die Aufmerksamkeit auf die Drogenprobleme in der Gesellschaft zu lenken. Veranstalter und Initiator ist das Büro der Vereinten Nationen gegen Drogen und Kriminalität (UNODC).