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Engagement benötigt gute lokale Strukturen

30.03.2017
Das Bundeskabinett beschloss gestern die Stellungnahme der Bundesregierung zum Zweiten Engagementbericht der Bundesregierung. Grundlage war der im Mai vergangenen Jahres abgegebene Sachverständigenbericht. „Die Bundesrepublik verfügt über eine lebendige und innovative Zivilgesellschaft“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler den Bericht, kann aber die uneingeschränkt positive Einschätzung des federführenden Bundesfamilienministeriums nicht teilen: „Der Bericht zeigt deutlich, dass viele Kommunen dabei sind, den Anschluss zu verlieren. Engagement ist kein Selbstläufer. Fehlendes Engagement bedeutet noch lange keine mangelnde Bereitschaft sich zu engagieren, sondern weist in erster Linie auf mangelnde Strukturen hin: es fehlt an Infrastruktur, an einer sozialen Durchmischung und häufig an einer grundsätzlichen Perspektive für die Menschen.“

Der Bericht enthält somit viele relevante Fragestellungen zur Zukunftsfähigkeit von Kommunen. „Engagement ist vielfältig, darf aber keinesfalls ein Garant zur Daseinsvorsorge oder Wahrung unserer Demokratie sein müssen“, zeigt sich Stadler überzeugt. Im Schwerpunktteil über lokale Politik und Engagement zeigt der Bericht wie unterschiedlich das Engagementverhalten ist. Demnach engagieren sich weder alle sozialen Gruppen und Milieus gleichmäßig noch findet Engagement überall in Deutschland in gleichem Maße statt. „Wir benötigen einen mehrdimensionalen  Politikansatz, der sich nicht an einer Engagementquote, sondern in erster Linie am Ausbau notwendiger lokaler Bedingungen orientiert. Wir hoffen, dass die fundierten Handlungsempfehlungen des Berichtes nun zügig umgesetzt werden“, betont der AWO Bundesvorsitzende Wolfang Stadler abschließend.