AWO Ortsverein Schwedt e.V.

Sie befinden sich hier: StartseiteAWO Schwedt Aktuell / Aktuelle Meldungen / Mehr Soziales Europa wagen! 

Informationen

Mehr Soziales Europa wagen!

24.06.2016
Die AWO zur Entscheidung Großbritanniens

Der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler kommentiert die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, wie folgt:

„Das ist ein schwarzer Tag für die europäische Idee. Die britischen Bürgerinnen und Bürger haben entschieden, nicht länger ein Teil der europäischen Gemeinschaft zu sein. So knapp dieses Votum auch sein mag, muss es Brüssel zu Denken geben. Ein einfaches Weiter so könnte die gesamte Eurozone gefährden. Die Bürgerinnen und Bürger aller europäischen Länder wollen mehr Demokratie und Transparenz und weniger Bürokratie und Sparzwänge. Europa muss sich zu einem sozialen Europa weiterentwickeln. Die Europäische Union mit ihren vielen Errungenschaften, die wahrscheinlich mittlerweile die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für völlig selbstverständlich hält, muss bewahrt bleiben.

Die EU hat mit der Schaffung eines Binnenmarktes, den Freizügigkeitsrechten und der Nutzung des grenzenlosen Schengenraums viel erreicht. Nun muss es darum gehen, den europäischen Bürgerinnen und Bürger das klare Signal zu geben, dass ihre Nöte und Probleme ernst genommen werden und eine gemeinsame europäische Lösung gesucht wird. Europas Zukunft liegt in einem sozialen Europa. Deshalb fordert die AWO in der derzeitigen europäischen Krisenpolitik umzudenken und nicht nur auf den Sparkurs zu setzen. Die Finanzkrise ist auch deshalb entstanden, weil es in Brüssel zuvor abgelehnt wurde, die Wirtschafts- und Währungsunion mit einer Sozialunion auszugestalten.

Die AWO fordert ein echtes soziales Europa. Deshalb führt der Verband derzeit intensive Debatten über europaweite soziale Mindeststandards und eine Stärkung des innereuropäischen strukturellen und finanziellen Ausgleichs der Regionen, um die unterschiedlichen regionalen Stärken und Schwächen in Europa auszugleichen. Die Bundesregierung sollte sich für eine gerechtere und sozialere Europäische Union einsetzen, um damit der zunehmenden Europakritik auch in Deutschland aktiv und bürgerorientiert zu begegnen. Das Ziel der Europäische Union muss es sein, ihre Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen.“